Das Universum in einem kleinen Eifelort

26.01.2018

Norbert Scheuer am 25. Januar 2018 in der Stadtbücherei Wittlich

Norbert Scheuer liest aus seinem Roman "Am Grund des Universums" in der Stadtbücherei Wittlich

Gebanntes Zuhören während der Lesung mit Norbert Scheuer

Gut gelaunt beantwortet Norbert Scheuer Fragen über sein literarisches Schaffen.

Norbert Scheuer beim Signieren nach der Lesung in der Stadtbücherei Wittlich am 25. Januar 2018

Nicht zum ersten und sicher auch nicht zum letzten Mal stellte der renommierte Schriftsteller Norbert Scheuer sein neues Buch in der Stadtbücherei Wittlich vor, was ein sehr interessiertes und neugieriges Publikum begeisterte. „Am Grund des Universums“ transferiert erneut die Geschichten der ganzen Welt in den Mikrokosmos eines Städtchens.

 

Freundinnen und Freunde anspruchsvoller zeitgenössischer deutscher Literatur zwischen 16 und 80 Jahren hatten sich zusammengefunden, um zu erfahren, was den kleinen Ort Kall in der Nordeifel bewegt. Aktuell war es ein touristisches Projekt, zu dessen Durchführung das Wasser aus dem Stausee abgelassen werden musste. Und dann kam die Welt zum Vorschein: Reifen, Motorräder, ein Sack mit einem Wurf Kätzchen, eine Hitlerbüste und eine Monstranz, Pferdehalfter und Bootsmotoren, Schuhe und Taucherbrillen, eine Beinprothese und, und, und. Gespannt verfolgen die Rentner des Ortes, die sich täglich in der Cafeteria des Supermarktes treffen, das Geschehen und erinnern sich an die Geschichten, die die wieder aufgetauchten Gegenstände erzählen. Paul Arimond und Nina, Protagonisten des letzten Romans „Die Sprache der Vögel“ sind erneut Teil der Geschichte, die auch das Leben der geheimnisvollen Sophia Molitor streift. Viele Facetten und Leben verwebt Scheuer gekonnt zu einem großen Roman, der inhaltlich und sprachlich absolut stimmig ist. Nominiert für den deutschen Buchpreis 2017 war „Am Grund des Universums“; verdient hätte das Buch den Preis auf jeden Fall.


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