Vom Löwen, der nicht schreiben konnte

07.11.2018

König Löwe ist der Herrscher, kann aber weder lesen noch schreiben.

Er fragt die Tiere seines Reiches, ob sie für ihn einen Liebesbrief schreiben könnten.

Am Ende bringt seine Herzensdame ihm das Lesen bei.

Billy Bernhard vom ChausséeTheater adaptierte den Bilderbuchklassiker von Martin Baltscheit für die Bühne und erzählte die Geschichte um den schreibfaulen Löwen vor einem begeisterten Publikum.

Zusammen lesen ist noch viel schöner.

Das Ensemble des ChausséeTheaters.

Es ist gar nicht so einfach, wenn man weder lesen noch schreiben kann – diese Erfahrung muss auch der Löwe aus der „Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ machen. Billy Bernhard vom ChausséeTheater adaptierte den Bilderbuchklassiker von Martin Baltscheit für die Bühne und erzählte die Geschichte um den schreibfaulen Löwen vor ausverkauftem Haus in der Stadt- und Kreisergänzungsbücherei Wittlich im Rahmen der Bibliothekstage Rheinland-Pfalz.
Der Löwe verliebt sich Hals über Kopf in die schöne Löwin und möchte ihr einen Liebesbrief schreiben. Da er dies jedoch nicht kann, ist guter Rat teuer. Er bittet die anderen Dschungeltiere um Hilfe, doch weder Affe, Mistkäfer, Nilpferd noch Geier formulieren den Brief nach seinen Vorstellungen – und die Giraffe wird gar samt Brief vom Krokodil verspeist. Immer wütender werdend nimmt der König der Tiere die Sache dann selbst in die Hand und erobert schließlich doch das Herz der Löwin, die verspricht, ihm das Schreiben beizubringen.
Billy Bernhards offene Spielform, die Schauspiel, Masken und Figuren nahtlos miteinander vermischt und von Live-Gesang begleitet wird, begeisterte kleine und große Zuschauer gleichermaßen. Absolute Stars aber waren die originellen, liebevoll von Bernhard selbst gestalteten Tischfiguren – allen voran der lustige Mistkäfer mit seiner Liebe zur Nilpferd-Ausscheidung.
Einen Vorteil haben die Wittlicher Kinder – sie beherrschen bereits das Alphabet, das sie lautstark vor dem verliebten Löwen intonierten. Da sie beim Lesen- und Schreibenlernen auf dem besten Wege sind, konnten sie mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, zukünftig wohl nicht in eine solch verzwickte Situation zu geraten.


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